Steuertipps für den Arbeitnehmer

Steuertipps für Arbeitnehmer im Jahr 2020 – Home-Office

Das Jahr 2020 war ein besonderes und für viele auch herausforderndes Jahr, sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer. Ende des Jahres rücken die Steuern in den Fokus. Um Sie dabei zu unterstützen, haben wir die bedeutendsten Steuertipps für Arbeitnehmer in diesem Beitrag zusammengefasst. Besonders wird auf das Thema Home-Office eingegangen.

Home-Office in der Arbeitnehmerveranlagung

Teilweise werden, um die Arbeit zu verrichten, private Arbeitsmittel eingesetzt.  Auf Grund der Corona Pandemie mussten viele Arbeitnehmer von zu Hause arbeiten. Die Kosten, die bei der Arbeit, durch die Verwendung von privaten Arbeitsmitteln, entstehen, können bei der Arbeitnehmerveranlagung als Werbungskosten abgesetzt werden.

Jedem Arbeitnehmer steht pro Jahr eine Werbungskostenpauschale von € 132 zu. Diese Pauschale wird bei der laufenden Lohnverrechnung bereits steuerlich berücksichtigt. Wenn diese Pauschale überschritten wird, können diese zusätzlichen Kosten bei der Arbeitnehmerveranlagung unter bestimmten Voraussetzungen beansprucht werden.

1. Private Arbeitsmittel im Home-Office

Abzugsfähige Kosten sind zum Beispiel Kosten für Arbeitsmittel, die für die Durchführung des Jobs im Home-Office erforderlich sind. Dazu zählen zum Beispiel Kosten für Büromaterial, Internet und Telefonie. Ergänzend dazu können auch privat angeschaffte Geräte, wie PC, Drucker, Scanner, Webcam oder Headset, abzugsfähig sein. Für diese Geräte liegt der Grenzwert im Jahr 2020 bei 800 Euro. Wenn die angeschafften Geräte teurer sind, kann eine Abschreibung abgesetzt werden. Beachten Sie, dass nur der Anteil abzugsfähig ist, der für berufliche Zwecke verwendet wird. Wenn der Arbeitgeber die Arbeitsmittel bereitstellt, können diese auch nicht durch den Arbeitnehmer steuerlich abgesetzt werden.

2. Computer steuerlich absetzen

Computer oder Laptops, die privat gekauft worden sind und für berufliche Zwecke benutzt werden, können genauso als Werbungskosten abgesetzt werden. Dazu zählen auch Drucker oder Scanner. Die berufliche Notwendigkeit muss belegbar sein, um dies als Werbungskosten geltend zu machen. Maximal 60 Prozent der Erwerbskosten können steuerlich als Werbungskosten geltend abgesetzt werden, denn der private Nutzungsanteil des Laptops oder Computer muss zumindest 40 Prozent betragen.

3. Kosten fürs telefonieren im Home-Office

Auch alle Kosten, die für berufliche Telefonate angefallen sind, sind steuerlich absetzbar. Die Telefon-Kosten gelten auch als Werbungskosten. Eine genaue Aufzeichnung über berufliche Telefonate auf privaten Telefongeräten ist oft nicht möglich, weshalb Sie eine logische Schätzung des beruflichen Anteils angeben können.

4. Internet Kosten

Ein Großteil der Arbeitnehmer benötigt für das Home-Office auch Internet. Die Kosten des Internets, welche für berufliche Tätigkeiten verwendet werden, können Sie steuerlich abrechnen. Es ist sehr ähnlich zu den Telefon-Kosten, denn es wird ein plausibler Wert der tatsächlichen Kosten für Internet-Gebühren geschätzt, welche Sie für berufliche Zwecke genutzt haben. Diese Kosten können auch als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Vor allem während der Covid-19 Pandemie haben Arbeitnehmer private Arbeitsmittel für den Beruf angeschafft und verwendet. Berücksichtigen Sie diese bei Ihrer Arbeitnehmerveranlagung.
Generell können diese immer bis zu 5 Jahre im Nachhinein abgegeben werden. Sie können so Ihre Arbeitnehmerveranlagung von 2015 bis zum 31. Dezember einreichen.

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